Heidi, Sozialgerichte und das Persönlichkeitsrecht
Heidi (oder ihr Papa) mag es nicht, wenn ihr Name dort auftaucht, wo es gerade nicht um Katjes, Parfüm oder neue deutsche Supermodels geht. Eine kluge Blogsoftware erzeugt aus der Überschrift die passende URL, ob es Herrn Klum nun passt oder nicht. Selbst bei BILD-T-Online (wer krampft sich solche Ungetüme nur aus dem Hirn?) sehen die Webadressen so aus. Nun, vielleicht hätte Papa Klum jemand fragen sollen der sich mit so etwas auskennt. Und das Handelsblatt wird auch gleich mit unfreundlichen Faxen bedacht, ein seit 10 Jahren da arbeitender Redakteur doch gleich mal als Hilfskraft betitelt. Von Einsicht bisher keine Spur, was man zumindest dem Sozialgericht Bremen zu Gute halten kann. Der Shopblogger nahm es belustigt und erleichtert auf.
Zwar noch nicht ausgestanden, zumindest aber entschärft wurde der Fall der Eltern des auf mysteriöse Weise verstorbenen Hackers "Tron" gegen Wikipedia. Der volle Name des in der Szene bestens bekannten Boris F. darf in der Wikipedia nicht genannt werden. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, liessen sie von einem wohl ebenfalls das Internet eben erst entdeckenden Richter die Adresse www.wikipedia.de bzw. die Weiterleitung auf http://de.wikipedia.org komplett untersagen. Wegen eines nicht genehmen Artikels von ca. 345.000 wohlgemerkt!
Hoffen wir mal, dass Internetkurse für Anwälte und andere Mitarbeiter der Rechtspflege bald zur Grundausbildung gehören. Oder sie fragen mal ihre Kinder (resp. Enkel).